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Thema: Wegfahrsperre mit Arduino und RFID

  1. #1
    Benutzer Avatar von 19Andi73
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    Wegfahrsperre mit Arduino und RFID


    Hallo Leute.

    Heute möchte ich euch mein Projekt zur Absicherung gegen den Klau meines CX5 vorstellen. Habe lange überlegt was man in dieser Hinsicht kostengünstig machen kann. Dabei hat mich Ramses auf die RFID Technik im Zusammenhang mit Arduino aufmerksam gemacht, auf diesem Wege danke ich dir dafür. Habe viel gelesen und rumprobiert. Habe zuerst gedacht das sowas schon gibt, habe aber nichts gefunden. Dann begann ich selbst zu experimentieren, richtige Komponenten zu besorgen und Programm zu schreiben. Programm habe ich jetzt geschrieben und auf dem Tisch funktioniert das Projekt bereits. Ich muss es nur noch ins Auto installieren.

    Die Idee des Projekts ist folgende.

    Mit Hilfe von Arduino und RFID Leseeinheit lese ich von einem Chip die ID Nummer ab. Wenn die Nummer mit der die im Programm von mir hinterlegt ist übereinstimmt kann ich das Auto starten, anderenfalls startet das Auto nicht. Wie funktioniert das. Es ist quasi das gleiche als würde man einen Schalter irgendwo einbauen und vor jedem starten manuell einschalten. Ich werde ein paar gewisse Leitungen durchtrennen. Mit Arduino werde ich MOSFET's, die dazwischen geschaltet werden, ansteuern und somit den Kontakt wieder herstellen.

    Vorteile mMn. dabei sind:
    1) Man muss nicht bei jedem abstellen des Fahrzeugs den Schalter, der ja irgendwo verdeckt und somit eventuell schlecht zugänglich installiert ist, betätigen. Somit kann man es auch nicht vergessen und die Leitungen werden automatisch getrennt wenn man das Fahrzeug abstellt.
    2) Jeder Chip hat eine ID Nummer die quasi wie Fingerabdruck ist. Nach meier Information gibt es ID Nummer kein zweites mal, somit ist es relativ sicher.
    3) Man kann bis zu 4-5 Leitungen gleichzeitig ansteuern, damit hat der Dieb ziemlich schlechte Karten beim suchen wo und was man alles außer Kraft gesetzt hat (OBD2 inklusive).
    4) Man kann Leseeinheit irgendwo unter Kunststoffverkleidung verstecken, so das die dann unsichtbar ist. Leseabstand beträgt ca. 2 cm. Der Dieb weis dann gar nicht dass das Auto geschützt ist. Und selbst wenn er Arduino und Leseeinhet findet kann er damit nichts anfangen. MOSFET's werde ich an verschiedenen Orten verstecken damit das finden zusätzlich erschwert wird. Ich denke, auch wenn der Dieb über diese Form von Sicherung weis und sich auch darauf einstellt wird er ewig lange brauchen bis er alle (er weis ja nicht wie viele es sind) MOSFED's findet, dafür werde ich schon sorgen.

    Ich bin kein Programmierer und kenne mich mit dem Arduino nicht wirklich aus, aber wie sagt man so schön "wo der Wille (Ziel) ist, ist auch der Weg". So war es auch bei mir.
    Es ist nicht perfekt. Manchen wird es eventuell zuviel, manche finden sicherlich auch (Komfort) Nachteile. Für mich ist es einfach eine Möglichkeit das Auto sicherer gegen Distal zu machen. Ich trage lieber einen Chip am original Schlüssel und gehe damit jedes mal über die Leseeinheit, als eines Tages ohne Auto da zu stehen. Keiner kann natürlich verhindern das ins Auto eingebrochen werden kann, aber geklaut wird es nicht so schnell.

    Habe ein Video aufgenommen wo ich die Funktionsweise zeige. Blaue LED's sollen nur den wiederhergestellten Kontakt an den Leitungen symbolisieren wenn die ID Nummer erkannt wird. Dazu leuchtet noch eine RGB LED Zeit lang grün um zu signalisieren das die Nummer übereinstimmt. Die LED geht dann aus damit sie nicht blendet. Wenn die Nummer nicht übereinstimmt leuchtet RGB LED rot.

    So, jetzt bin ich auf eure Meinungen echt mal gespannt.

    https://youtu.be/7RTCPmtP3N8

    Gruß, 19Andi73.


  2. #2
    Moderator Avatar von Kodo der III.
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    Hallo Andi,
    ich finde den Ansatz super. Mein Arduino zum Öffnen der Kofferraumklappe läuft absolut zuverlässig, deshalb hätte ich hier keine Bedenken. Mich würde bloß interessieren, welche verschiedenen Kabel / Anschlüsse Du damit unterbrechen würdest.

    Ich werde die Entwicklung dankbar verfolgen.

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  4. #3
    Benutzer Avatar von Ramses
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    Wegfahrsperre mit Arduino und RFID

    Ich finde es auch super.

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  6. #4
    Benutzer Avatar von metrich
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    Wegfahrsperre mit Arduino und RFID

    Hallo Andi,

    das ist aus meiner Sicht eine sehr gelungene Idee. Du kannst bestimmt auch mehrere RFID-Chips hinterlegen, damit mehrere Personen das Fahrzeug benutzen können, oder?
    Lässt sich dafür ggf. auch der neue Personalausweis verwenden?

    Viele Grüße
    Matthias

    P.S.: Habe irgendwo gelesen, dass verschiedene RFID-Chips auch geclont werden können ...

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  8. #5
    Benutzer Avatar von 19Andi73
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    @Kodo
    Welche Kabeln ich schlussendlich durchtrenne sage ich hier natürlich nicht. Du weist schon warum. Es gibt einige Möglichkeiten. Wenn ich mich entschieden und ausprobiert habe, so das ich auch keine Fehlermeldungen produziere, gebe ich dir Bescheid.

    @Ramses
    Danke.

    @Biggi
    Danke für die Information bezüglich Kabeln.

    @metrich
    Na klar kann man da mehrere Chips hinterlegen. Alles programmierbar. Habe ich auch gemacht. 2 Chips und zur Sicherheit eine Karte für die Brieftasche. Ob das mit dem Personalausweis funktioniert kann ich nicht sagen. Ich denke eher nicht. Erstens, der ist gesichert und man bekommt mit sicherheit keine ID Nummer raus. Ziemlich sicher, funktioniert er auf einer anderen Frequenz die der Leser nicht unterstützt. Und auch wenn es doch funktionieren sollte, denke ich nicht das ich bei jedem Start mein Personalausweis rausholen will. Dann nehme ich doch lieber den Chip. Man kann den Chip klonen das ist richtig. Doch dafür muss der Dieb das erstens beherrschen, zweitens muss er irgendwie an mein Chip ran kommen und das ist ein immenser Aufwand für einen Dieb. Da muss er erstens wissen das ich so eine Wegfahrsperre verbaut habe, zweitens muss er den Chip clonen, drittens muss er alle Mosfed's im Auto finden. Ich denke es ist Aufwand genug um mein Auto stehen zu lassen.

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  10. #6
    Benutzer Avatar von HRO CX5
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    Moin Andi
    Finde deine Variante echt gut

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  12. #7
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    Soweit mir bekannt ist, gibt es auch Bluetooth-Module für den Arduino.
    Wie wäre es, ein solches mit dem Arduino zu verknüpfen und die Wegfahrsperre freizuschalten, wenn sich das Handy mit diesem BT-Modul verbindet?

    Dann braucht man nicht mal aktiv etwas tun, um die Sperre freizuschalten.
    Das RFID kann man ja weiterhin als optionale Freischaltung verbauen, falls der Handy-Akku leer oder das Auto in der Werkstatt ist.
    Geändert von weristda (07.01.2016 um 09:12 Uhr)

  13. #8
    Benutzer Avatar von Ivocel
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    Hab da mal eine Frage, an die technisch Versierten
    Wie gut kommt denn der Arduino und die RFID Leser mit der Kälte und Hitze zurecht, die teilweise in Autos herrschen?

    Stelle nämlich gerade fest, dass mein RGB Funkcontroler für die Einstiegsbeleuchtung, den ich verbaut habe, nicht so wirklich kältefest ist. Äußert sich dadurch, dass die nicht richtig/gar nicht funktioniert. Nach ein paar KM Fahrt und Heizung an ging es beim Aussteigen wieder so, wie es sein soll.

    Wäre natürlich doof, wenn der Arduino oder die RFID Leser auch so reagieren und man dann nur bei wärmeren Temperaturen fahren kann

  14. #9
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    Normal ist die Elektronik recht kälte-/wärmeunempfindlich.
    Das Verhalten deiner Elektronik kann z. B. auf eine schlechte Lötstelle hinweisen, die gerade bei Kälte gerne den Kontakt unterbrechen.
    Kältespray ist die Geheimwaffe des Elektronikers bei der Fehlersuche.
    Geändert von Kodo der III. (15.01.2016 um 19:35 Uhr) Grund: Fullquote gelöscht

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  16. #10
    Benutzer Avatar von metrich
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    Zitat Zitat von Ivocel Beitrag anzeigen
    Hab da mal eine Frage, an die technisch Versierten
    Wie gut kommt denn der Arduino und die RFID Leser mit der Kälte und Hitze zurecht, die teilweise in Autos herrschen?
    Das ist eine Frage, mit der ich mich auch schon länger befasse, denn für den Arduino gibt es keine konkreten Angaben. Der Prozessor ist in der üblichen Ausstattung von -40 bis +85°C spezifiziert. Sofern er also nicht direkter Sonneneinstrahlung oder gar Motor-/Abgaswärme ausgesetzt ist, schätze ich hier die Risiken als geringer ein. Das sollte auch für die meisten anderen Bauteile so sein, mit einer Ausnahme: Der Spannungswandler. Sofern das Arduino-Board direkt an 12V hängt, hat der bereits einiges zu tun. Wenn es dann noch warm wird ...

    Kritischer sehe ich es bei niedrigen Temperaturen: Die schlechten Löststellen wurden ja schon genannt. Etwas mehr sorge ich mich um die Schwingquarze, dessen Frequenz recht stark mit der Temperatur driften kann. Das kann durchaus Störungen für den einen oder anderen Kommunikationablauf bedeuten. Das kann bereits bei -10°C signifikant sein. Zum Glück kann man das ja im Gefrierschrank testen.
    Auch klassische LCD-Displays (egal ob in Farbe oder monochrom) funktionieren bei niedrigen Temperaturen unzuverlässig (sind eben Flüssigkeiten). U. a. deshalb setzte ich ja auf OLEDs.

    Ein letztes Problem sehe ich noch in der Kondensation. Gerade im Kfz kann das ein Thema sein. Feuchtigkeit auf den Platinen ist gar nicht gut ...

    Aber ich denke auch: Probieren geht über Studieren und drücke sowohl Andi als auch mir selbst bei unseren Projekten die Daumen.

    Viele Grüße
    Matthias

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