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Thema: Bericht Probefahrt CX-5 2.2D 175PS AWD Schalter Sportsline

  1. #1
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    Bericht Probefahrt CX-5 2.2D 175PS AWD Schalter Sportsline


    Hallo! Ich lese seit ein paar Wochen hier im Forum interessiert mit - weil ich mich für den CX-5 interessiere - und habe dieses WE - aus purem Glück - einen CX-5 2.2D (175PS) AWD Handschalter in der Sportsline-Variante als Leihwagen zur Verfügung. Diese Gelegenheit nutze ich natürlich für einen ausführlichen Test, von dem ich hier im Forum meine Erfahrungen und Eindrücke berichten werde - ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder über jeden Zweifel erhabene Korrektheit. Der Bericht spiegelt meine subjektive u. persönliche Wahrnehmung wider. Für sachliche Kommentare oder jegliche Art hilfreicher Hinweise und Tipps wäre ich natürlich dankbar. Los geht's!

    Hintergrund:
    Nach neun Jahren BMW118d muss ein neues Auto her. Ich bin mit dem BMW sehr zufrieden (agil, wendig, Nicht-Golf-Design, toller Motor, tolle Schaltung, prima Bremsen, direkte Lenkung, ...) und hätte mir das Nachfolgemodell ebenfalls vorstellen können, aber ich brauche v.a. mehr Platz und AWD steht ebenfalls auf der Wunschliste. Letzteren gibt es zwar auch für den aktuellen 1er, aber ... der Preis für so ein Auto geht dann m. E. gar nicht mehr. Ich könnte mir dennoch vorstellen, bei BMW zu bleiben, aber der 3er Touring ist mir ebenfalls zu teuer und der X1 basiert technisch praktisch auf der ersten 1er- bzw. der letzten 3er-Generation. Da ich meine Autos länger fahre, ist das ein knock-out Kriterium.

    Nachdem ich lange um den Skoda Yeti rumgeschlichen bin, ihn in verschiedenen Varianten gefahren bin, jedes Mal vom Auto theoretisch absolut überzeugt war (Praktikabilität), aber nicht wirklich angesprochen fühlte (Herz), mich mit dem Design nicht wirklich anfreunden konnte (Geschmack), ich ihn auch in puncto Preis "selbstbewusst" kalkuliert fand (sobald man etwas beherzter aus der Extra-Liste wählt, wird es teuer) und mir der Kofferraum auch nicht groß genug war, bin ich letztes Jahr um diese Zeit zum ersten Mal einen CX-5 2.2D 150PS Center Line probegefahren. Damals fand ich das Auto sehr ansprechend - Motor, Schaltung, Fahrverhalten, Design, Details ... - , aber ich hatte Skrupel wg. der Fahrzeuggröße. Gegen den BMW 1er Turnschuh wirkt der CX-5 halt erstmal wie ein Schiff. Dann habe ich viel von Öl-Verdünnung gelesen und den typischen Kinderkrankheiten (Motorhaubenflattern, Außenspiegelzittern) und beschlossen, erstmal abzuwarten.

    Nachdem ich hier im Forum seit ein paar Wochen mitlese und ich durch den Leihwagen-Glücksfall dieses WE eigentlich ziemlich genau das Auto unter'm Hintern habe, das ich auch kaufen würde, wenn es ein CX-5 würde, ist das Thema jetzt wieder akut.

    Damit dieses Thema nicht wg. seiner Länge komplett unlesbar wird, mache ich jetzt hier mal einen Punkt und dann mit II. Erster Tag, erste Eindrücke weiter.

  2. #2
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    Bericht Probefahrt CX-5 2.2D 175PS AWD Schalter (II. Erster Tag, erste Eindrücke)

    II. Erster Tag, erste Eindrücke

    OK, er ist immer noch groß. Beim Runterfahren vom Hof des Autoverleihers - raus aus der Parklücke, möglichst um alle anderen Fahrzeuge auf dem Hof herum ;-) - fällt mir das gleich wieder auf. Im Vergleich zum 1er hat man halt mehr umbauten Raum und muss sich an die Abmessungen und die Größe erst gewöhnen.

    Das verkehrt sich aber gleich auch in seinen Vorteil. Ich bin mit dem Rad zur Abholung gefahren, parke den CX-5 so um, dass ich an den Kofferraum komme, öffne diesen, betätige die Hebel, um die Rückbank umzulegen, grinse als die Lehnen sich wie von selbst flach machen und hebe mein MTB ohne Probleme hoch und lege es quer in den Kofferraum. Besser geht's nicht. Das Auto ist gekauft. :-)

    Beim Rangieren fällt mir gleich noch etwas positiv auf: Die Rückfahrkamera. Während ich die Parkpiepser, genauer deren Anzeige im Display, zuerst gewöhnungsbedürftig finde und nicht weiß, ob die Anzeige zuverlässig funktioniert, liefert die Kamera ein mehr als ausreichend gutes Bild, um nirgends anzuecken. Zusammen mit dem guten alten Schulterblick geht das rückwärts Rangieren ohne Probleme.

    Der Innenraum gefällt mir auf Anhieb. Ich bin von der Materialanmutung positiv überrascht. Das Armaturenbrett ist weich umschäumt und fässt sich angenehm an. Die Seitenverkleidungen der Türen machen ebenfalls einen optisch und haptisch guten Eindruck. Weiter unten ist es eher normales Plastik, aber das ist bei der Konkurrenz auch nicht anders.

    Der Griff zum Öffnen der Tür und die Einlage in der Armauflage der Tür: solide und aus Metall. So will man das haben. Die Drehschalter der Klima-Automatik fassen sich ebenfalls solide an und rastern sauber und fest. Prima!

    Das Plastik der Mittelkonsole muss sich vor dem BMW X1 nicht verstecken, im Gegenteil, mir gefällt es sogar besser. Auf alle Fälle macht es einen 10x wertigeren Eindruck als beim Yeti oder dem alten Nissan QQ. Das Fach in der Mittelkonsole unter der Armablage ist innen schön groß: da geht was rein. Die Mittelkonsole scheint mir insgesamt nicht ganz fest zu sein, sie bewegt sich, wenn man, z.B., den Arm auf die Armablage legt und sich ein wenig abstützt. Das ist aber evtl. auch einfach der Konstruktion (ist ein rel. großes Teil) und dem Leichtbau geschuldet und auch nichts, was mich beunruhigen würde, ist mir aber aufgefallen.

    Ansonsten bin ich von den Ablagemöglichkeiten - in den Türen - eher ein wenig enttäuscht, will heute mal probieren, was für eine Wasserflaschengröße in die Türen passt.

    Was die Bedienung angeht: Man kommt zwar schnell klar, auch, wenn man vorher noch nie in einem Mazda gefahren ist. Man muss sich aber schon ein wenig umstellen. Das Licht ist im Blinkstockhebel integriert (den dreht man, um es ein-&auszuschalten) und das Lenkrad hat - für meinen Geschmack - ein paar Tasten zu viel. Ansonsten ist aber alles gut erreichbar, Tacho- & Drehzahlmesser liegen gut im Blick und auch an die Handhabung des Bordcomputers habe ich mich ruckzuck gewöhnt.

    Die Sitze sind ebenfalls gut. Für mich persönlich könnten sie etwas härter sein, aber das Leder macht einen qualitativ guten Eindruck und dank elektrische Sitzverstellung habe ich schnell eine für mich passende Sitzposition gefunden.

    Vom Raumgefühl ist das Auto ebenfalls klasse. Vorne gibt es mehr als genug Luft um Fahrer und Beifahrer herum, auf der Hinterbank ist man ebenfalls gut untergebracht und sitzt alles andere als beengt. Kopffreiheit ist kein Thema.

    Der Kofferraum ist ein Traum. Platz ohne Ende, die Kofferraum-Abdeckung schwenkt beim Öffnen der Heckklappe automatisch mit nach oben und muss so nicht erst weggepfriemelt werden, wenn man etwas Größeres einlädt. Die Sitzentriegelung hatte ich weiter oben schon lobend erwähnt. Zuerst hat mir die Plastik-Abdeckung der Radkästen nicht gefallen, mittlerweile bin ich mir aber nicht mehr so sicher. Das sieht nicht besonders toll aus, aber der Filz mit dem der Kofferraum ausgekleidet ist, scheint mir recht leicht Haare, Tannennadeln, Blätter, Sternchen etc. "aufzunehmen". Kann sein, dass das Plastik schneller verkratzt, aber es ist halt im Zweifelsfall leichter zu reinigen.

    Ich war ebenfalls skeptisch, was die Ladekante angeht. Beim Einladen mag das ab und zu eine Rolle spielen. Aber dadurch, dass es keine "Bordwand" gibt, sondern der Laderaum sich eben hinter der Kofferraumklappe auftut, ist das Ausladen - z.B. eines Hundes, der in einer Box ist - ohne Kraftaufwand oder Verrenkungen möglich.

    So, und jetzt zum allerallerbesten: dem Motor. Der 175-PS-Diesel ist ein Sahnestück. Laufkultur vom Feinsten, schöner Anzug bei gleichmäßiger Kraftentfaltung (bei VW/Skoda hat mich immer diese rasant ansteigende Leistungskurve gestört, die recht schnell wieder abfällt). Ich bin am ersten Tag knapp 90 Kilometer gefahren, zumeist Stadt, ein wenig Überland, ein kurzes Stück Autobahn, habe dabei 1x Erfahrung mit der DPF-Regeneration gemacht (stark gestiegener Verbrauch) und bin trotzdem bei einem Durchschnittsverbrauch von 6,4-Litern gelandet. Ich habe ihn - bis auf ein paar Ampelstarts und eine Beschleunigung auf der AB - zwar nicht getreten, bin aber auch nicht nur defensiv mit maximalem Segel-Anteil gefahren. Mal schauen, wie sich das heute und morgen entwickelt. Wenn das so bleibt, dann ist das ein weiteres Argument pro Handschaltung, denn die macht mit ihren knackigen und kurzen Schaltwegen einfach nur Spaß. Die Automatik würde mir wohl zu viel Power wegfressen und ich habe zu viel Spaß am Schalten statt mir den Zusatzkomfort der Automatik mit einem Liter Mehrverbrauch erkaufen zu wollen. Das ist aber halt persönliche Präferenz.

    So, und heute geht es ein wenig auf die Autobahn und über Land...

  3. Für diesen Beitrag bedanken sich bei klenurq4 folgende User:


  4. #3
    Benutzer Avatar von Ulli
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    hmmm
    ??

    Für mich hört sich das nicht wie ein Erfahrungsbericht eines Interessenten an. Es klingt eher wie eine Werbebotschaft im Auftrag von MAZDA ...

    Ich bin ja auch von diesem Auto begeistert, aber so ausführlich und ohne Rechtschreibfehler und mit diesen Schlagworten würde ich einen bezahlten Spot vermuten!

  5. #4
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    Sorry!

    Hallo!
    Das muss ich sofort ausräumen: Ich arbeite nicht für Mazda, ich habe auch sonst nix mit denen zu tun. Ich hab einfach dieses WE einen CX-5 auf Leihbasis zur Verfügung und da ich mich bereits seit ca. einem Jahr - intensiv - mit dem Thema und diesem Auto auseinander setze, dachte ich, ich poste ausführlich darüber. Und keine Sorge: Mir sind auch negative Dinge aufgefallen, das kommt schon noch.

    Dass ich zwei Themen aufgemacht habe, tut mir leid. Liegt an meiner mangelnden Foren-Software-Kompetenz. Wenn der Moderator das korrigieren könnte, wäre ich dankbar.

    Was meine Schreibe angeht: Ich bin Technischer Redakteur bei einer großen deutschen DAX-Firma, die grade wieder wg. Umstrukturierungsmaßnahmen im Gerede ist. Es tut mir leid, wenn sich das ab und zu etwas zu "glatt" lesen sollte. Falls noch "Verschwörungstheorien" ausgeräumt werden müssen: Ich habe gesehen, dass hier einige aus dem Erlanger & Nürnberger Umland unterwegs sind. Zur Not können wir uns auch treffen und dann seht ihr schon, dass ich ein ganz normaler Foren-User bin - vielleicht derzeit etwas zu euphorisch wg. des Autos - was ich aber auch gleich als gutes Feedback sehe, also auch danke dafür.

    Gruß,
    Urs

  6. #5
    Benutzer Avatar von Ulli
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    Hallo Urs,

    wenn ich aus deinem Bericht einen falschen Schluss gezogen habe möchte ich mich dafür entschuldigen.
    Ich finde das Auto ja auch super, deswegen habe ich es gekauft!

    Also: nichts für ungut und viele Grüße aus Hamburg!

  7. #6
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    Wenn es nach dem ersten Eindruck gegangen wäre hätte ich Nie einem CX-5 gekauft!

    Ich und meine Frau zur Probefahrt...Sie sich reingesetzt... Ist Ok ...dann klappt sie die Beifahrersonnenblende herunter und streicht den Schminkspiegel frei ... dabei schneidet Sie sich an der scharfen Kante der Sonnenblendenumrandung!

    Sie: Was soll das denn

    Ich kann Dir nur den Rat geben fahre mal die Automatik! Ich habe beide gefahren und mich sofort für die Automatik entschieden! Der Handschalter war mir definitiv zu " ruppig " ! Ob Sie mir 10PS wegnimmt ist mir egal da der CX-5 mit dem 175PS ausreichend motorisiert ist!

    Aktuell tausche ich meinen 3 er BMW E90 LCI 325d 204PS gegen den CX-5

  8. #7
    Benutzer Avatar von helloSunshine
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    Super geschriebener Bericht zu den Eindrücken beim CX-5-Probefahren. Deckt sich über weite Strecken mit meinen ersten Erlebnissen. Bin schon gespannt auf den nächsten Teil...

    Auch ich würde noch zum Ausprobieren der Automatik raten; die will ich inzwischen trotz Mehrverbrauch und gewisser Trägheit nicht mehr missen.

  9. Für diesen Beitrag bedanken sich bei helloSunshine folgende User:


  10. #8
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    III. Zweiter & Dritter Tag (Jede Menge Eindrücke ;-) )

    Ok, ich habe den Mazda gerade schweren Herzens wieder zum Verleiher zurückgebracht, war ein tolles Wochenende mit einem tollen Auto.

    Zu den grundsätzlichen Dingen hatte ich ja bereits am Freitag / Samstag ordentlich etwas geschrieben, daher kommen jetzt hier noch ein paar Details und grundsätzliche Überlegungen. Fangen wir mit dem allerbesten - wie ich finde - an, dem Verbrauch: Der Bordschwindler will mir weismachen, ich sei mit einem Verbrauch von 6,1 (!) Litern auf 100km unterwegs gewesen (Durchschnittsgeschwindigkeit: 54 km/h). Das klingt gut, zu gut. Wir sind dieses WE 404 Kilometer gefahren, vorhin habe ich 26,69 Liter Diesel nachgefüllt, bis der Tank wieder voll war. Mein Taschenrechner sagt, das macht dann einen Verbrauch von ca. 6,5 Litern auf 100 Kilometer. Auch nicht schlecht - wenn ich richtig gerechnet habe und selbst, wenn ich nicht weiß, ob der Tank wirklich 100% voll war als ich das Auto bekommen habe. Gefahren bin ich einen Mix aus Stadt, Überland und Autobahn (z.T. tempolimitiert, z.T. ohne Limit, z.T. eben, z.T. auf und ab) und zwar so, wie ich sonst auch fahre: Ich trete schon mal beherzt auf's Gas, will an der Ampel etwas schneller weg als die anderen oder will schon auch spüren, wie 175-Diesel-PS so loslegen oder wie sich auf der AB 180 oder mehr anfühlen, aber ansonsten fahre ich eher entspannt und vorausschauend.

    Auf der Autobahn (Erlangen nach Bamberg nach Bayreuth) ist mir dann auch am meisten aufgefallen, dass ein SUV - selbst, wenn er so schön geschnitten ist wie der CX 5 - eine Wandschrank im Wind ist. Bei 120 km/h macht sich das nicht so bemerkbar, der Verbrauch ist richtig gut und dank starkem Diesel geht das Auto zwar bis ca. 180 richtig prima, aber ab 170/180 km/h hatte ich das Gefühl, dass die Maschine doch ganz schön arbeiten muss. Von daher ist der Verbrauch bei längeren AB-Etappen mit 150 km/h+ wohl eher bei 7,5 oder 8 Litern zu sehen als bei 6,5 l/100km. Die aber für mich und mein Fahrprofil an einem Standard-Wochenende - das weiß ich jetzt - realistisch sind mit einem CX 5. Die 6,5l sind zwar immer noch deutlich über dem, was Mazda offiziell für das Auto angibt, aber trotzdem ein richtig guter Wert, finde ich.

    Auch gut fand ich den Fahrkomfort: Auf der AB spult man die Kilometer bequem runter und Überland - wir sind von Bayreuth nach Erlangen durch die Fränkische Schweiz retour gefahren - hat man dank einem Fahrwerk, das einen guten Kompromiss zw. komfortabel und sportlich bietet und einer Lenkung, die einigermaßen direkt funktioniert und genug Rückmeldung liefert, die Fuhre immer gut im Griff. Insgesamt ist das Teil aber schon eher ein Gleiter als ein Kurvenflitzer wie mein derzeitiger noch BMW 1er. Ist aber auch klar. Vielleicht kann man mit anderen Reifen oder einer Tieferlegung noch was rauskitzeln, aber das geht dann evtl. auf Kosten des Komforts. Keine Ahnung, wär dann ein Projekt zum Ausprobieren.

    Was mich irgendwann richtig genervt hat, war das Entertainment-System bzw. das Navi. Kommentar meiner Holden zum Navi: Da ist ja sogar meins besser! Sie hat sich vor sechs Jahren eins für die Windschutzscheibe gekauft. Na ja, Schwamm drüber, besser als nix, aber das Ding ist einfach nur veraltet. Ob das Facelift Ende 2014/Anfang 2015 Fortschritt bringt? Das kann man nur hoffen.

    Was mich beim Entertainment-System auch noch genervt hat, war, dass er jedes Mal nach einem Fahrzeug-Neustart die Musik von meinem iPhone neu eingelesen hat. Kann sein, dass man das evtl. irgendwo anders einstellen oder programmieren kann, aber das dauerte ewig, bis die Meldung "iPod wird eingelesen" (oder so was in der Art) wieder verschwunden war. Und dann war meine Frau irgendwann in der Interpretenliste meines iPhones auf der Suche nach "The Black Keys": Es hat geschlagene zweieinhalb Lieder gebraucht, bis sie dorthin "gescrollt" war. Na ja, immerhin hat das Teil so lange Musik gemacht und wir mussten die sieben bis acht Minuten bis zum Vordringen zu den Interpreten in der Liste nicht selber singen. :-) Vielleicht geht das auch schneller per Sprachkommando, vielleicht gibt es auch irgendwo eine direkte Auswahl, keine Ahnung, die Zeit, das im Handbuch nachzuschlagen oder rumzuprobieren hatte ich leider nicht. So ist das zwar immer noch unter "Luxusproblem" zu verbuchen, aber trotzdem ziemlich ungut.

    Auch bei der Rückfahrkamera gibt es ein Luxusproblem zu vermelden. Samstag Abend hat es ziemlich geregnet und so blieb auch die Kameralinse nicht trocken. Das Bild reichte zwar immer noch zum Rangieren, aber da fängt man dann an, sich ein versenkbares System zu wünschen, das nur zum Vorschein kommt, wenn man den Rückwärtsgang einlegt. Selbst als heute alles wieder trocken war, die Schlieren und Unschärfen blieben bestehen und gehen wohl erst weg, nachdem man die Kamera kurz abgewischt hat. Machbar, kein Ding, aber eben auch ein Punkt, wo es noch Potential gäbe, wollte man das Auto noch besser machen.

    Was richtig Eindruck gemacht hat, war der Totwinkel-Warner: Die gelben Symbole im Außenspiegel sind schon praktisch und der zusätzliche Warnton, sobald man den Blinker setzt, ein echtes Sicherheitsplus. Den Spurhalte-Assistent habe ich nicht benutzt, der ist aber in Ausnahmesituationen (lange Fahrten, nachts) evtl. auch gut zu gebrauchen. Apropos Außenspiegel: Die an unserem Leihwagen zitterten ganz leicht zw. 90 u. 100 km/h und dann nochmal bei 120 u.130 km/h. Das habe ich wahrgenommen, aber es hat mich nicht groß gestört. Das Auto war auch noch nicht mit den Verbesserungen ab Dezember 2013 gesegnet, sondern ist wohl knapp davor produziert worden. Kann als in den aktuellen Modellen ganz anders sein. Mal schauen.

    So, genug, ich muss ins Bett (Eure Rettung, sonst würde ich noch weiter schreiben ;-) ), Fazit: Ein tolles Auto, ich bin überzeugt und würde den CX 5 gerne kaufen, obwohl ich immer noch Skrupel habe, ein SUV zu kaufen, das bei 80% aller Fahrten nur mich, meine Frau und unseren Hund transportieren muss. Aber der Motor ist toll, das Ding sieht super aus, der Komfort stimmt, die Ausstattung macht - bis auf Navi-/Entertainment-System - Freude, die Qualität macht auch einen ordentlichen Eindruck (selbst auf Kopfsteinpflaster klappert oder knarzt nichts), es gibt genug Platz für eigene Verbesserungsarbeiten, die Handschaltung macht Freude und der Verbrauch hat mich positiv überrascht.

    Was sind meine nächsten Schritte? Ich fahre nochmal den Automaten probe, um mal Handschaltung - die mir auch sehr gut gefallen hat - mit Automatik vergleichen zu können. Im Zweifelsfalls würde ich aber den Handschalter vorziehen. Die Automatik mag evtl. komfortabler sein und der große Diesel immer noch über genug Power verfügen, aber erstens macht es mir Freude selbst zu schalten und der Verbrauch ist - für mich - auch ein Kriterium. Und dann stellt sich die große Frage, ob ich jetzt zuschlagen sollte oder noch bis zum richtigen Facelift Ende 2014/Anfang 2015 warten soll.

    Aber jetzt ist's erstmal genug, wenn mir noch was einfällt, morgen oder übermorgen, gibt es nochmal einen Nachschlag.

  11. #9
    Benutzer Avatar von Niubee
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    Spritmonitor.de
    Ob da ein "echtes" Facelift kommt ist fraglich...minimal ist da eher die Annahme mit ggf. einiger Änderungen. Eher so wie vom E61er auf den E61 FL bei BMW vermute ich mal...

    Zum Infotaiment: Sprachkommandos sollen angeblich gehen ob das klappt k.a.
    Würde hier aber aufgrund des Systems eher zu einer Auswahl an Musik tendieren.
    Bei mir dank iMatch eh kein Theme da ich nur max. 3-10 Alben immer auf dem Iphone habe also das was ich gerade höre. Dennoch das ist natürlich im Vergleich zu modernen Systemen etwas old fashion.

    Zum Navi. Das ist mE i.O. denn ein Update kann mal selber einfach durchführen. Aber es ist ein TomTom System mit allen Vor- (Live Optionen) aber auch Nachteilen.

    Was mich bei der Probefahr gestört hat ist das Fahrverhalten ab 160 km/h. Da ist mir der CX-5 wie jeder SUV zu hoch und zu wackelig. Deshalb die Tieferlegung mit den Eibachfedern um -25mm. Wie das ganze wird schreibe ich dann wenn er da ist. Sollte aber besser werden. Ebenso sollte ich der Luftwiderstand optimieren und damit der Verbrauch etwas zurückgehen bei höheren Geschwindigkeiten.

    Ansonsten kann ich im großen und ganzen deine Erfahrungen bestäigen...

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  13. #10
    Benutzer
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    Facelift // Fahrgefühl ab 140/150 // Entertainment-System


    Danke für Deine Antwort, Niubee!

    Was das Facelift angeht: Am Außendesign braucht sich von mir aus nix ändern, das Auto sieht toll aus und kann so bleiben. ;-) Innen würde ich mir eben das moderne Navi aus dem 3er wünschen. Aber ich habe so meine Zweifel, dass Mazda dem Auto deswegen ein komplett überarbeitetes Amaturenbrett spendieren würde - eher unwahrscheinlich. Mit dem derz. System kann man leben, ich brauche das Navi nicht so oft, aber die Bedienung und Geschwindigkeit des Entertainmentsystems bei Anschluss einer externen Musikquelle, nun ja, hat mich einfach nicht überzeugt. Wenn Mazda was tut, zum FL, dann sollten sie es m.E. v.a. dort tun. Der Rest wäre wahrscheinlich eh nur Bling-Bling (z.B. Chromumrandung Lüftungsauslässe wie beim 6er), das kann man, wenn man ohne nicht leben kann, auch selbst machen. Genial wäre eine Automatik wie beim BMW (die 8-Gang ist einfach unschlagbar, um Längen besser als das VW DSG) - aber so was kommt sicher erst im CX 5 Nachfolger.

    Bezügl. des Fahrgefühls bei hohen Geschwindigkeiten: Ja, da merkt man halt den hohen Aufbau. Meine Frau meinte bei einer ersten AB-Etappe am Samstag auf der A3 von Erlangen nach Nuernberg, als ich dem CX 5 kurz mal so richtig die Sporen gegeben habe, dass man ab 140/150 km/h merken würde, dass das Auto trotz des starken Motors gegen den Windwiderstand arbeiten muss. Ein SUV ist halt eher ein Cruiser und Gleiter statt Flitzer. Man kann mit dem CX 5 sicher auch sportlich und schnell unterwegs sein, aber das macht ab einem gewissen Tempo mir persönlich zu viel Stress. Dann lieber bei 140 den Tempomat rein und die Aussicht genießen. :-) Die andere Alternative ist eine Fahrwerksmodifikation: tiefer legen, dann wird das sicher auch besser. Aber wozu kauf ich mir ein hohes Auto in das ich bequem einsteigen und von oben alles schön im Blick haben kann und lege es dann tiefer? Na ja, interessieren würde mich das schon. Müsste ich mir mal ansehen und ausprobieren, wie sich das anfühlt.

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