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Thema: 5 Jahre CX5 - Ein Resümee

  1. #1
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    5 Jahre CX5 - Ein Resümee


    So langsam geht es auf dem Abschied zu. Nächstes Jahr wird das Baby verkauft, der Käufer steht schon Gewehr bei Fuß, also Angebote sind nicht nötig.

    Einziger Wermutstropfen in der Zeit war wirklich das Dieselgate, obwohl der CX5 davon wohl nie direkt betroffen war. Trotzdem, willst Du einen Diesel verkaufen, ist da heute einfach ein schlechtes Image dabei. Und die Fahrverbote in einigen Städten betreffen meinen 2014er ja auch.

    Aber ansonsten war und ist der CX5 das zuverlässigste Auto, was ich hatte. 2x wurde ein Schlauch vom Turbo nachgebessert, ansonsten war abgesehen von den Verschleißteilen keine Probleme. Das Öl hat keine 20.000 km durchgehalten und musste immer schon vorher gewechselt werden. In den letzten Jahren, seit ein Ion als Zweitwagen hier ist, wird der Kleine jedoch nur noch ca. 12.000 km pro Jahr gefahren, somit kommt dieses Problem auch nicht mehr auf.

    Der CX5 war und ist einfach ein klasse Auto. Was kommt danach? Wahrscheinlich Tesla Model 3. Bitte keine Diskussion über Sinn und Unsinn von E-Autos, ich habe mich ausführlich damit beschäftigt und meine Entscheidung getroffen.

    Bislang bin ich mit dem Wagen ca. 125k km gefahren, und 5000 kommen bestimmt noch dazu. Ein wenig vermissen werde ich den Dicken auf jeden Fall....

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  3. #2
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    Dann viel Spaß mit dem Tesla. Wäre schön, wenn Du Deine Erfahrungen damit dann hier auch postest. Denn schick finde ich die Tesla auch und sie machen bestimmt Spaß, wenn man mal den ganzen Kram mit Ideologie weg lässt und sich nur das Auto als Auto betrachtet.

  4. #3
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    Ja, wie soll man Tesla mit Mazda vergleichen? Ich versuche es mal in Stichpunkten.

    Fahrleistungen...eindeutig Tesla, einfach grenzenlos überlegen. Werte von 0-100 in gut 4 Sekunden....einmalig.

    Anschaffungspreis...ganz schlecht zu sagen. Meiner hat 62k gekostet, Listenpreis Mazda in ähnlicher Konfiguration wie mein Dicker kommt auch auf 50k. AAABER, bei Tesla gibt es keine Rabatte, in gar keinster Form, bei Mazda ging da schon einiges, also Punkt Mazda.

    Unterhalt...klar Tesla. Kaum Wartungskosten, geregelte Wartung gibt es nicht. Alle 2 Jahre Bremsflüssigkeit prüfen, Reifen natürlich und Beläge sollen wohl gut 200.000 km halten. Kraftstoffkosten, auch klar Tesla. Wenn es teuer wird, zahle ich für eine Tankfüllung maximal 30 Euro für etwa 500km, meist lade ich gratis bei Kaufland. Zuhause laden bin ich bei ca. 20 Euro für komplett-laden.

    Wiederverkaufswert: kann man schlecht sagen, aber wohl voraussichtlich Tesla, einfach weil die Fahrzeuge auf längere Lebensdauer ausgelegt sind. Da man dies jedoch nicht sicher sagen kann, lasse ich hier auf unentschieden.

    Reichweite: Eindeutig natürlich Mazda. Theoretische Reichweite bei Tesla LR 560 km, 600km sind vielleicht auch zu schaffen. Realistisch wären etwas über 500 km im Sommer und 450 km im Winter. Aber, man will ja den Akku schonen, also schaut man zu, dass man möglichst nicht über 90% und nicht unter 10% geht. Spielt aber keine Rolle, da wenn man ihn abends ansteckt, er morgens nach Wunsch voll hat.

    Anhängerbetrieb: ebenfalls eindeutig Mazda. Verbrauch mit meinem Monster-Hänger geht von 7,5l auf 11,5 l. Beim Tesla geht mit dem gleichen Hänger die Reichweite von 500km runter auf 150 km. Liegt daran, dass ein Grund der Reichweite von E-Autos ist, dass beim Bremsen ein Großteil der Energie wieder in den Akku fließt. Ein Anhänger mit Auflaufbremse wandelt aber hier nichts um. Und das spürt man. Nur zum Vergleich, 1l Diesel hat etwa 10kWh. Der Tesla hat einen 80kW Akku, entspricht also etwa 8(!!!) l Diesel. Nur durch den hohen Wirkungsgrad der Motoren von über 90% bei allen Drehzahlen sowie der Rekuperation ist dies überhaupt möglich. Aber 2 Faktoren sind hier ein Bumerang. Luftwiderstand bei höheren Geschwindigkeiten und eben ein Hänger mit Auflaufbremse.

    Reisen, nimmt sich eigentlich nicht viel. Gerade bei Tesla hat man auf allen Strecken gute Lademöglichkeit. Aktuell kann man mit knapp 150kW laden, was bedeutet, von 10% auf 80% in ca. 20 Minuten. Nächstes Jahr sollen die 250kW Stationen kommen. Dann sind es noch ca. 12 Minuten. Trotzdem, selbst dann geht Tanken etwas schneller. Also Punkt Mazda. Hinzu kommt, dass der Tesla zwar durchaus knapp 240km/h schafft, aber hier durch den Luftwiderstand viel Energie verschenkt. Bei derartigen Vollgasfahrten bleiben von den 560 km mit Glück noch 200km übrig. Man kann also schnell fahren, zahlt aber hier eine immense Rechnung. Also noch ein Punkt für Mazda.

    Komfort: Geschmacksfrage. Ich mag die Tesla-Sitze lieber, sind einfach etwas bequemer, meine ich. Vom Fahren kann man hier bei Tesla je nach Geschmack wählen. Wie es bei aktuellen CX5 ist, weiß ich nicht, aber insgesamt gefällt mir der Tesla ein wenig besser. Aber das ist Geschmacksfrage, also Unenschieden.

    Platzangebot: Punkt für Mazda. Obwohl der Tesla einen großen Kofferraum hat und noch vorne Platz, ist hier die blöde Kofferraumklappe der KO Punkt. Bierkästen sind kein Problem, aber größere Sachen werden schwierig. Kühlschrank? Keine Chance.

    Technik: Eindeutig Tesla. Klar, Mazda wird da auch von Jahr zu Jahr besser. Aber hast Du einen Mazda, bleibt er so, wie er ist. Ich habe mich damals sehr geärgert, dass ein Jahr später der adaptive Tempomat dazu kam, ich keine Chance hatte, diesen zu bekommen. Anders bei Tesla, diese werden ständig verbessert und selbst 2014er Tesla haben die gleichen Möglichkeiten wie aktuelle Versionen. Das Auto wird einfach Monat zu Monat besser, also unabhängig davon, was Mazda heute kann, bleibt es immer auf den gleichen Stand (meines Wissens nach).

    Laufleistung: Eindeutig Tesla. Motoren sind auf 1,6 Millionen km ausgelegt, der Akku hat nach einer Millionen km noch 70% Leistung. Zumindest laut Testergebnisse Prüfstand. Der erste Tesla von 2014 hat kürzlich die 1.000.000 km gepackt. Karosserie...muss man sehen, aber so schlimm wie einst Simca wird es wohl nicht sein.

    Qualität: Klar Mazda. Da muss Tesla noch lernen. Bei mir ist eine Zierleiste nicht ganz perfekt und hintere Kotflügel haben etliche Lackeinschlüsse. Da hat Mazda einfach klar die Nase vorne.

    Innenausstattung-Armaturen-Infotainment-Bedienung: Kann man nicht vergleichen. Mazda ist ein Auto, Tesla ein Smartphone mit Rädern. Tacho und die üblichen Instrumente existieren faktisch nicht. Alles dreht sich ums Display. Gewöhnungsbedürftig, aber man kommt mit klar. Eigentlich habe ich bei meinem Mazda die Geschwindigkeit auch immer lieber von der Navi abgelesen, weil die genauer war. Infotainment ist bei Tesla besser, der Sound der Bose Anlage war bei Mazda sehr gut, ist bei Tesla jedoch besser. Neben Radio gibt es noch Streaming wie Spotify und Co, jedoch kein CD Player. jedoch MP3, beim Parken Netflix, oder diverse Arcade Spiele, Kinder haben Spaß, wenn beim Blinken das virtuelle Furzkissen mitläuft. Navi durch den 15" Display und Google ist Top, Routenplaner berechnet Ladepunkte und Zeiten mit und ist blitzschnell. Rückfahrkamera ist eine Gewalt. Die Lüftung ist sehr gut, völlig unaufdringlich. Jetzt im Winter bläst einem nicht durch eine Düse heiße Luft auf Hände oder Gesicht, sondern die Temperatur ist einfach gleichmäßig. Das neue Lüftungskonzept von Tesla ist wirklich klasse. Aber wie gesagt, wirklich vergleichbar ist es nicht. Es ist einfach komplett anders.

    Zugang-Schlüssel-Konfort. Mazda war da schon ziemlich gut. Bei Tesla gibt es keine herkömmliche Schlüssel. Keycart, Smartphone oder einen Key in Form eines Autos. Funktioniert jedoch sehr gut. Wie gut hier der Schutz vor Diebstahl ist, muss sich jedoch noch zeigen. Faktisch sieht man jedoch in der App immer, wo sich das Fahrzeug befindet, und es hat einen Video-Wächtermodus, bei dem 4 Kameras gleichzeitig aufzeichnen. Kleines Plus für Tesla, wobei ich da die aktuellen Mazda nicht vergleichen kann.

    Service-Der freundliche....klarer Punkt Mazda. Tesla macht Direktvertrieb über das Internet und wenige Service-Center. Mal schnell den freundlichen anrufen is nicht. Service ist zur Zeit zumindest unterirdisch. Tesla will das Auto nach dem Verkauf eigentlich nicht mehr sehen. Das ist bei Mazda natürlich ganz anders. Klar, wenn ein Auto wartungsfrei ist, kein Problem, könnte man denken. Aber was ist, wenn wirklich mal ein Problem auftaucht oder eine Unfallreparatur notwendig ist? Dann hört man von extremen Wartezeiten und vielen Problemen.

    So...und jetzt Bauchgefühl....E-Autos sind strittig. Ich glaube daran, kann aber jeden verstehen, der zumindest Vorbehalte hat. Wenn wir das mal aussen vor lassen und den Tesla mal wie ein Benziner ansehen würden, dann muss jeder für sich entscheiden, ist er bereit, was ganz neues zu probieren? Kommt er mit diesem völlig neuen Ansatz klar? Auch mit dem Risiko, einen schweren Fehler zu begehen? Ist man technik-affirm genug und ist es der Rest der Familie? Das muss jeder für sich selber entscheiden. Ich für mich habe diese Entscheidung getroffen. Und umweltpolitische Gedanken sind da nicht der ausschlaggebende Punkt gewesen. Zwar finde ich es besser unsere begrenzten Ölreserven für dauerhafte Produkte zu verwenden als sie einfach nur zu verbrennen, aber deswegen fahre ich nicht elektrisch. Hauptgrund ist für mich, dass das Fahrzeug mit der Zeit mitgeht und Neuerungen mit integriert werden können. Dass dieses Auto einfach ob seiner Fahrleistungen unendlich Spaß macht, dass dieses Fahrzeug dazu lernt und mitdenkt. Aber diese Punkte müssen nicht für jeden gelten.

    So, länger geworden, als geplant.

    Mazda baut tolle Auto, Tesla ebenfalls. Und es ist schön, die Auswahl zu haben. Obiger Wertung nach steht es aber 8 zu 5 für Mazda.

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  6. #4
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    Danke für den wirklich ausführlichen Erfahrungsbericht und weiterhin viel Spaß mit dem Smartphone auf Rädern

    EDIT: ich hab' mir grad mal die überarbeitungsbedürftige Site von Tesla angeguckt. Dabei fiel mir der Roadster in spe auf, der für mein Spaßauto eine echte Alternative sein könnte. Oh man, was für Werte.... da könnt' ich glatt schwach werden. Leider hab' ich Rücken, bin zu alt und hab' für ein solches Spielzeug wohl eher die Kohle nicht mehr so mal eben übrig.
    Geändert von AuD (09.12.2019 um 18:34 Uhr)

  7. #5
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    Auch von mir ein ausdrückliches DANKE für diesen sehr ausführlichen, persönlichen Eindruck/Test - das war wirklich interessant zu lesen

  8. #6
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    Zitat Zitat von AuD Beitrag anzeigen
    Danke für den wirklich ausführlichen Erfahrungsbericht und weiterhin viel Spaß mit dem Smartphone auf Rädern

    EDIT: ich hab' mir grad mal die überarbeitungsbedürftige Site von Tesla angeguckt. Dabei fiel mir der Roadster in spe auf, der für mein Spaßauto eine echte Alternative sein könnte. Oh man, was für Werte.... da könnt' ich glatt schwach werden. Leider hab' ich Rücken, bin zu alt und hab' für ein solches Spielzeug wohl eher die Kohle nicht mehr so mal eben übrig.
    Hast Du Dir auch mal den Cybertruck angesehen? Gewöhnungsbedürftig ist gar kein Ausdruck, aber....Edelstahlkarosserie, rostet nicht, hält ewig. Panzerglas....Steinschlagschäden ade...mit dem 200kw Akku/800km Reichweite (je größer der Akku, desto mehr km schafft er, Akku geht immer nach Anzahl der Ladezyklen, bedeutet hier etwa 1,5 Mio. km), Motoren halten ähnlich lang.....das ist ein Auto, dass in 60 Jahren noch der Enkel fahren kann. Und das ab etwa 40.000 Ocken....wenn ich dann mal über den Wertverlust und den Wiederverkaufswert nachdenke....

    Über Geschmack lässt sich streiten, über Nachhaltigkeit eher nicht.

    Und die Kiste wird mit Sicherheit auch von Elon Musk als Mars-Rover angedacht sein....auf der Erde einen Mars Rover fahren, wie cool ist das denn?

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