2. Generation seit 2017 Erfahrungsbericht CX5 2,5 Skyaktiv-G 194 PS mit Wohnwagen (1500 KG)

wertert

Mitglied
Modell
2. (seit 2017)
Vorausgeschickt: Ich habe lange nach einem aus meiner Sicht „ordentlichen“ Zugwagen gesucht, der einen „dieselverwöhnten“ Fahrer zukünftig mit einem Benzinmotor und Automatic nicht enttäuscht. Nach gut 20 Jahren mit Turbodieseln eine Herausforderung bei dem vorhandenen Marktangebot. Hierzu muß ich noch sagen, dass wir nicht nur über die Autobahn von A nach B fahren. Wir waren schon kreuz und quer in ganz Europa und scheuen auch Straßen abseits der Autobahnen nicht, weil es da erst richtig schön wird. Da können dann auch schon mal lange kräftige Steigungen und viele Serpentinen dabei sein. Also wollte ich was guten Reserven bei Anhängelast und Leistung. Außerdem sollte es eine „klassische“ Automatic sein und nichts mit Doppelkupplung.

Was wir haben:
Mazda CX5 2,5 Skyaktiv-G 194 PS (252 N·m/4.000/min) 6-Gang ATM 4x4 Skypassion (Spitzenmodell auf dem polnischen Markt mit Vollausstattung)
Wohnwagen Knaus Cheers (ZGG 1500 kg L 7,20m H 2,55m B 2,30m)
Gesamtlänge des Gespanns 12m (incl. Fahrradträger am Heck des WW)

Über den Normalbetrieb des CX5 schreibe ich hier nichts weil es schon genug davon gibt. Mein Fazit hierzu ist aber: einfach toll und richtige Entscheidung. Was ich hier berichte ist ausschließlich die Erfahrung mit dem Anhängerbetrieb.

Unser Urlaub dieses Jahr:
von Wroclaw (da wohnen wir) über Tschechien und Österreich nach Livorno (1450 km)
in Livorno mit der Fähre nach Olbia (Sardinien) und dann zu insgesamt 3 Campingplätzen auf der Insel.

Verbrauch:
Wroclaw – Livorno / 1450 km / 12,3 Liter Durchschnitt
insgesamt 4990 km (davon ca. 3900 km mit Anhänger) – 11,8 Liter Durchschnitt
Sagenhaft – ich hatte mich da auf wesentlich mehr eingestellt mit 1,5 to am Haken.

Man muß dazu sagen, dass wir auf der Insel auch solo eigentlich nur „in der Prärie“ gefahren sind … und die Provinzstraßen auf Sardinien sind häufig sehr kurvig mit vielen Steigungen und auch schon mal mit Serpentinenstrecken. Da kann man da also nicht mit so wenig Verbrauch rechnen wie in Mitteleuropa auf dem platten Land.

Wie fährt sich das Gespann CX5 mit 1,5 to am Haken ?
Motor und ATM-Getriebe arbeiten so „ordentlich“, dass man eigentlich entspannt „rollen lassen kann“ ohne einzugreifen. Es gibt kein verzweifeltes Suchen nach dem richtigen Gang und alles läuft ruhig ab - normalerweise im 6. Gang – bei Steigungen auch schon mal im 5. Gang. In Österreich habe dann häufiger auf M5 geschaltet, weil die Steigungen kräftiger wurden, dann hatte ich gute 2000 Touren drauf und es lief etwas flüssiger und hörte sich auch besser an.
In Italien sind die Autobahnen dann doch etwas anders und M5 kam häufiger zum Einsatz, dann ging es auch besser mit dem LKW-Überholen.
Obwohl in der Gebrauchsanweisung etwas anderes steht wirkt im manuellen Betrieb die Motorbremse durchaus weil der Motor quasi keinen Sprit bekommt und somit das Gespann nicht endlos schneller wird. Die Auswirkung bergab und immer schneller kennen die geübten Gespannfahrer und auf die Bremse will man nicht wegen der Auflaufbremse beim Anhänger – die kann man so auch mal zum glühen bringen.

Wenn es endlos bergauf geht muß man auch wieder runter. Ich bin immer mit Stellung D bis auf die Kuppe gefahren und habe rollen lassen … das wars dann auch bzw. mußte ich ab und zu auch mal Gas geben. Wenn es trotzdem mal schneller wurde habe ich den Tempomat auf 80-85km/h gestellt… und dabei blieb es auch. „Unten“ habe dann mal auf einem Parkplatz mit der Hand die Reifentemperatur am WW geprüft … normal (also jedenfalls für 30 Grad Außentemperatur und vollgeladen) … Also hatten die Anhängerbremsen nix zu tun und der CX5 hat alles geregelt.
Die Reifen des CX5 hatten auch „Normaltemperatur“ also hatten die Bremsen da auch nix zu tun.

Auf Sardinien wurde es dann spannender – keine Autobahn in dem Sinne sondern Nationalstraße … aber gut ausgebaut. Da kam die Stellung M5 häufiger zum Einsatz weil mehr kräftige Steigungen.

Jetzt zwischendurch mal eine Anmerkung warum von D auf M5 oder M4 und was das bringt:
Die Möglichkeit des manuellen Schaltens ist genial. Das ATM-Getriebs sucht logischerweise und netterweise immer den spritgünstigsten Gang – was solo auch absolut sinnvoll und gewollt ist. Man kann ja schließlich auch mal „durchtreten“ und einen Sprint einlegen.
Mit 1,5 to am Haken ist der spritgünstigste Gang aber grundsätzlich nicht immer der zuggünstigste … besonders bei endlos langen Steigungen (und umgekehrt) und dem kann man abhelfen und manuell eingreifen. Warum das sinnvoll ist später mehr.

Bisher waren wir auf Autobahnen und Nationalstraßen. Sardinien hat aber richtige Berge, richtige Bergstraßen (max. 5 Meter breit) mit endlos vielen Kurven und richtig heftige Steigungen und Serpentinen. Mit 2,30 m Breite und 12m Länge wird es dann spannend. Da ist schnelle Durchzugkraft gefragt und der CX5 konnte zeigen, was in ihm steckt … Fazit: der steht einem Turbodiesel in keinster Weise nach.

Wie bin ich dort in den Bergen gefahren ? Eine bunte Mischung aus Automatic-Betrieb (vor allen Dingen unmittelbar vor und in den engen Kurven) und manuellem Schalten von M2-M4. Warum manuell ? Man kann das alles doch auch in Stellung D machen. Jaaa….. Hab ich ausprobiert.
Der erfahrene Gespannfahrer (der auch noch manuelle Schaltung kennt) hört aber einfach, wenn der Motor seine Leistung nicht so richtig freisetzen kann weil die ATM immer nach dem spritgünstigsten Gang sucht. Und das passiert immer dann, wenn man in der Steigung schon ein bischen vom Gas geht und schon ist der nächste Gang drin. Das braucht man aber in den Serpentinen überhaupt nicht weil die Steigungen (und das Gegenteil) sehr unterschiedlich sind und ständig wechseln. Man braucht Flexibilität und mit dem Gaspedal „spielen“ so wie der Antrieb (Zugkraft) gerade sinnvoll ist – mal etwas mehr, mal etwas weniger – und das geht manuell hervorragend. Natürlich kann man auch einfach aufs Gaspedal trampeln und die ATM zu etwas zwingen … das macht aber den/die Beifahrer (die vielleicht ohnehin Angst vor Serpentinen haben) so richtig nervös und man steht auch wieder laufend auf der Bremse (nicht gut für die Auflaufbremse am WW).

Sinnvoller und wirkungsvoller ist es den manuellen Betrieb „auszukitzeln“ und wirkungsvollen Drehmoment und Durchzugkraft zu nutzen … bergauf und bergab klappt das hervorragend. Teilweise muß man vor den unübersichtlichen Kurven trotzdem etwas auf die Bremse weil man nicht weiß was kommt … könnte ein LKW oder Bus sein (und die nehmen die Kurven recht großzügig). Wenn man dann mit M2 oder M3 gut durchzieht wird auch die Auflaufbremse am WW wieder freigezogen. Wenn man abwärts geschickt schaltet und rollen läßt (teilweise ohne Gas zu geben) muß man kaum auf die Bremse und am WW kann nichts heißlaufen. Mit dieser Methode war ich immer zwischen 2000 und 3500 (max. 4000) Touren – das hat völlig ausgereicht und hat niemanden nervös gemacht. Die Gänge M3-M5 sind endlos flexibel ausgelegt.

Na gut … der Spritverbrauch ist in den Bergen dann schon heftig … aber es werden knapp 3,5 to bewegt … bergauf trinkt er … bergab ruht er … so kommt ein akzeptabler Durchschnitt raus.

Hinzu kommt, dass auf diesen Bergstraßen ohnehin weitestgehend Tempolimit 50 ist und man mit dem Gespann keine Rennen fährt sondern eher „gewichtig“ dahingleitet. Außerdem gab es streckenweise viele Bodenunebenheiten und man mußte darauf achten, dass sich das Gespann nicht zu sehr aufschaukelt (nicht gut für die AHK) und unstabil wird. Vermutlich hat sich auf den extremen Steigungen hinter den Kurven schon mal die Hinterachse zugeschaltet wenn der CX5 richtig ziehen mußte – gehört hat man nichts. Was die Laufsicherheit und Spurtreue auf diesen Strecken angeht habe ich keinen Unterschied zu meinem alten Turbodiesel mit Allrad bemerkt.

Mein Fazit:
Ich hätte keine bessere Wahl treffen können. Ich bin allerdings „auf Nummer Sicher“ gegangen und habe den großen Motor genommen (2,5 Skyaktiv-G 194 PS (252 N·m/4.000/min)). Sämtliche Behauptungen „schwere Wohnwagen“ geht nur mit Turbodiesel sind Unsinn. Ebenso braucht es nicht endlos viele Gänge um ein Gespann sinnvoll zu bewegen. Die Technik des CX5 hatte mich schon vor unserer Reise überzeugt und die Erfahrung hat meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Falls jemand Fragen hat nur zu.
 

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Andiarbeit

Mitglied
Modell
2. (seit 2017)
Motor
2.5 G AWD
Hi
Klasse..GENAU das und NICHTS anderes wollte ich hören.
Jetzt heisst es noch ca.4/5 Wochen warten und dann werde ich den Freundlichen besuchen.
Der neue WOWa...Dethleffs C`Go steht schon vorm Haus.
So langsam werd ich hibbelig....

Ich mede mich,wenn der NEUE da ist

Andi
 

JayAr

Mitglied
Vorausgeschickt: Ich habe lange nach einem aus meiner Sicht „ordentlichen“ Zugwagen gesucht, der einen „dieselverwöhnten“ Fahrer zukünftig mit einem Benzinmotor und Automatic nicht enttäuscht. Nach gut 20 Jahren mit Turbodieseln eine Herausforderung bei dem vorhandenen Marktangebot. Hierzu muß ich noch sagen, dass wir nicht nur über die Autobahn von A nach B fahren. Wir waren schon kreuz und quer in ganz Europa und scheuen auch Straßen abseits der Autobahnen nicht, weil es da erst richtig schön wird. Da können dann auch schon mal lange kräftige Steigungen und viele Serpentinen dabei sein. Also wollte ich was guten Reserven bei Anhängelast und Leistung. Außerdem sollte es eine „klassische“ Automatic sein und nichts mit Doppelkupplung.

Was wir haben:
Mazda CX5 2,5 Skyaktiv-G 194 PS (252 N·m/4.000/min) 6-Gang ATM 4x4 Skypassion (Spitzenmodell auf dem polnischen Markt mit Vollausstattung)
Wohnwagen Knaus Cheers (ZGG 1500 kg L 7,20m H 2,55m B 2,30m)
Gesamtlänge des Gespanns 12m (incl. Fahrradträger am Heck des WW)

Über den Normalbetrieb des CX5 schreibe ich hier nichts weil es schon genug davon gibt. Mein Fazit hierzu ist aber: einfach toll und richtige Entscheidung. Was ich hier berichte ist ausschließlich die Erfahrung mit dem Anhängerbetrieb.

Unser Urlaub dieses Jahr:
von Wroclaw (da wohnen wir) über Tschechien und Österreich nach Livorno (1450 km)
in Livorno mit der Fähre nach Olbia (Sardinien) und dann zu insgesamt 3 Campingplätzen auf der Insel.

Verbrauch:
Wroclaw – Livorno / 1450 km / 12,3 Liter Durchschnitt
insgesamt 4990 km (davon ca. 3900 km mit Anhänger) – 11,8 Liter Durchschnitt
Sagenhaft – ich hatte mich da auf wesentlich mehr eingestellt mit 1,5 to am Haken.

Man muß dazu sagen, dass wir auf der Insel auch solo eigentlich nur „in der Prärie“ gefahren sind … und die Provinzstraßen auf Sardinien sind häufig sehr kurvig mit vielen Steigungen und auch schon mal mit Serpentinenstrecken. Da kann man da also nicht mit so wenig Verbrauch rechnen wie in Mitteleuropa auf dem platten Land.

Wie fährt sich das Gespann CX5 mit 1,5 to am Haken ?
Motor und ATM-Getriebe arbeiten so „ordentlich“, dass man eigentlich entspannt „rollen lassen kann“ ohne einzugreifen. Es gibt kein verzweifeltes Suchen nach dem richtigen Gang und alles läuft ruhig ab - normalerweise im 6. Gang – bei Steigungen auch schon mal im 5. Gang. In Österreich habe dann häufiger auf M5 geschaltet, weil die Steigungen kräftiger wurden, dann hatte ich gute 2000 Touren drauf und es lief etwas flüssiger und hörte sich auch besser an.
In Italien sind die Autobahnen dann doch etwas anders und M5 kam häufiger zum Einsatz, dann ging es auch besser mit dem LKW-Überholen.
Obwohl in der Gebrauchsanweisung etwas anderes steht wirkt im manuellen Betrieb die Motorbremse durchaus weil der Motor quasi keinen Sprit bekommt und somit das Gespann nicht endlos schneller wird. Die Auswirkung bergab und immer schneller kennen die geübten Gespannfahrer und auf die Bremse will man nicht wegen der Auflaufbremse beim Anhänger – die kann man so auch mal zum glühen bringen.

Wenn es endlos bergauf geht muß man auch wieder runter. Ich bin immer mit Stellung D bis auf die Kuppe gefahren und habe rollen lassen … das wars dann auch bzw. mußte ich ab und zu auch mal Gas geben. Wenn es trotzdem mal schneller wurde habe ich den Tempomat auf 80-85km/h gestellt… und dabei blieb es auch. „Unten“ habe dann mal auf einem Parkplatz mit der Hand die Reifentemperatur am WW geprüft … normal (also jedenfalls für 30 Grad Außentemperatur und vollgeladen) … Also hatten die Anhängerbremsen nix zu tun und der CX5 hat alles geregelt.
Die Reifen des CX5 hatten auch „Normaltemperatur“ also hatten die Bremsen da auch nix zu tun.

Auf Sardinien wurde es dann spannender – keine Autobahn in dem Sinne sondern Nationalstraße … aber gut ausgebaut. Da kam die Stellung M5 häufiger zum Einsatz weil mehr kräftige Steigungen.

Jetzt zwischendurch mal eine Anmerkung warum von D auf M5 oder M4 und was das bringt:
Die Möglichkeit des manuellen Schaltens ist genial. Das ATM-Getriebs sucht logischerweise und netterweise immer den spritgünstigsten Gang – was solo auch absolut sinnvoll und gewollt ist. Man kann ja schließlich auch mal „durchtreten“ und einen Sprint einlegen.
Mit 1,5 to am Haken ist der spritgünstigste Gang aber grundsätzlich nicht immer der zuggünstigste … besonders bei endlos langen Steigungen (und umgekehrt) und dem kann man abhelfen und manuell eingreifen. Warum das sinnvoll ist später mehr.

Bisher waren wir auf Autobahnen und Nationalstraßen. Sardinien hat aber richtige Berge, richtige Bergstraßen (max. 5 Meter breit) mit endlos vielen Kurven und richtig heftige Steigungen und Serpentinen. Mit 2,30 m Breite und 12m Länge wird es dann spannend. Da ist schnelle Durchzugkraft gefragt und der CX5 konnte zeigen, was in ihm steckt … Fazit: der steht einem Turbodiesel in keinster Weise nach.

Wie bin ich dort in den Bergen gefahren ? Eine bunte Mischung aus Automatic-Betrieb (vor allen Dingen unmittelbar vor und in den engen Kurven) und manuellem Schalten von M2-M4. Warum manuell ? Man kann das alles doch auch in Stellung D machen. Jaaa….. Hab ich ausprobiert.
Der erfahrene Gespannfahrer (der auch noch manuelle Schaltung kennt) hört aber einfach, wenn der Motor seine Leistung nicht so richtig freisetzen kann weil die ATM immer nach dem spritgünstigsten Gang sucht. Und das passiert immer dann, wenn man in der Steigung schon ein bischen vom Gas geht und schon ist der nächste Gang drin. Das braucht man aber in den Serpentinen überhaupt nicht weil die Steigungen (und das Gegenteil) sehr unterschiedlich sind und ständig wechseln. Man braucht Flexibilität und mit dem Gaspedal „spielen“ so wie der Antrieb (Zugkraft) gerade sinnvoll ist – mal etwas mehr, mal etwas weniger – und das geht manuell hervorragend. Natürlich kann man auch einfach aufs Gaspedal trampeln und die ATM zu etwas zwingen … das macht aber den/die Beifahrer (die vielleicht ohnehin Angst vor Serpentinen haben) so richtig nervös und man steht auch wieder laufend auf der Bremse (nicht gut für die Auflaufbremse am WW).

Sinnvoller und wirkungsvoller ist es den manuellen Betrieb „auszukitzeln“ und wirkungsvollen Drehmoment und Durchzugkraft zu nutzen … bergauf und bergab klappt das hervorragend. Teilweise muß man vor den unübersichtlichen Kurven trotzdem etwas auf die Bremse weil man nicht weiß was kommt … könnte ein LKW oder Bus sein (und die nehmen die Kurven recht großzügig). Wenn man dann mit M2 oder M3 gut durchzieht wird auch die Auflaufbremse am WW wieder freigezogen. Wenn man abwärts geschickt schaltet und rollen läßt (teilweise ohne Gas zu geben) muß man kaum auf die Bremse und am WW kann nichts heißlaufen. Mit dieser Methode war ich immer zwischen 2000 und 3500 (max. 4000) Touren – das hat völlig ausgereicht und hat niemanden nervös gemacht. Die Gänge M3-M5 sind endlos flexibel ausgelegt.

Na gut … der Spritverbrauch ist in den Bergen dann schon heftig … aber es werden knapp 3,5 to bewegt … bergauf trinkt er … bergab ruht er … so kommt ein akzeptabler Durchschnitt raus.

Hinzu kommt, dass auf diesen Bergstraßen ohnehin weitestgehend Tempolimit 50 ist und man mit dem Gespann keine Rennen fährt sondern eher „gewichtig“ dahingleitet. Außerdem gab es streckenweise viele Bodenunebenheiten und man mußte darauf achten, dass sich das Gespann nicht zu sehr aufschaukelt (nicht gut für die AHK) und unstabil wird. Vermutlich hat sich auf den extremen Steigungen hinter den Kurven schon mal die Hinterachse zugeschaltet wenn der CX5 richtig ziehen mußte – gehört hat man nichts. Was die Laufsicherheit und Spurtreue auf diesen Strecken angeht habe ich keinen Unterschied zu meinem alten Turbodiesel mit Allrad bemerkt.

Mein Fazit:
Ich hätte keine bessere Wahl treffen können. Ich bin allerdings „auf Nummer Sicher“ gegangen und habe den großen Motor genommen (2,5 Skyaktiv-G 194 PS (252 N·m/4.000/min)). Sämtliche Behauptungen „schwere Wohnwagen“ geht nur mit Turbodiesel sind Unsinn. Ebenso braucht es nicht endlos viele Gänge um ein Gespann sinnvoll zu bewegen. Die Technik des CX5 hatte mich schon vor unserer Reise überzeugt und die Erfahrung hat meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Falls jemand Fragen hat nur zu.
Bisher kann ich mich auch nicht wirklich beklagen (WW mit zGg 1700 wobei wir real bei max 1500 liegen). Was den Spritverbrauch betrifft ist es in diesem Fall wohl von Vorteil dass es kein Direkteinspriter mit Turbo ist(?).
 

wertert

Mitglied
Modell
2. (seit 2017)
@JayAr
Was den Spritverbrauch betrifft ist es in diesem Fall wohl von Vorteil dass es kein Direkteinspriter mit Turbo ist(?).

So einfach kann man das nicht sagen.
So wie ich es verstanden habe ist die Verdichtung im Motor 13:1 (lt.Handbuch techn.Daten) - was für Benziner schon extrem hoch ist. Soweit ich weiß ist es aber ein Direkteinspritzer. Durch die hohe Verdichtung ist das Luft/Sprit-Gemisch heißer und zündfreudiger. Dann wird der Sprit kurz vor der Selbstexplosion gezündet und (dadurch?) ein extrem kurzer Verbrennungsvorgang erreicht. Außerdem wurden die Einspritzdüsen und die Abgasführung optimiert.

Vielleicht liest die Frage ein Techniker und kann es besser erklären.
 

JayAr

Mitglied
@JayAr
Was den Spritverbrauch betrifft ist es in diesem Fall wohl von Vorteil dass es kein Direkteinspriter mit Turbo ist(?).

So einfach kann man das nicht sagen.
So wie ich es verstanden habe ist die Verdichtung im Motor 13:1 (lt.Handbuch techn.Daten) - was für Benziner schon extrem hoch ist. Soweit ich weiß ist es aber ein Direkteinspritzer. Durch die hohe Verdichtung ist das Luft/Sprit-Gemisch heißer und zündfreudiger. Dann wird der Sprit kurz vor der Selbstexplosion gezündet und (dadurch?) ein extrem kurzer Verbrennungsvorgang erreicht. Außerdem wurden die Einspritzdüsen und die Abgasführung optimiert.

Vielleicht liest die Frage ein Techniker und kann es besser erklären.
War nur meine Vermutung, wenn ich halt sehe was die Direkteinspritzer mit Turbo unter dieser Last teilweise verbrauchen. Ebenso verwundert mich das bei so manchen Turbodieseln. die nicht viel besser sind.
Laut meinen Infos ist das doch ein Saug- und kein Direkteinspritzer (?).
Update: Ok, Wikipedia sagt auch Direkteinspritzer.
Anmk.: Bin aber auch kein KFZler ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Zebolon cx 5

Mitglied
War nur meine Vermutung, wenn ich halt sehe was die Direkteinspritzer mit Turbo unter dieser Last teilweise verbrauchen. Ebenso verwundert mich das bei so manchen Turbodieseln. die nicht viel besser sind.
Laut meinen Infos ist das doch ein Saug- und kein Direkteinspritzer (?).
Update: Ok, Wikipedia sagt auch Direkteinspritzer.
Anmk.: Bin aber auch kein KFZler ;)
Mittlerweile sind eigentlich alle neueren Diesel und Benziner Direkteinspritzer, als Sauger bezeichnet man alle die KEINEN Turbo haben.
 

JayAr

Mitglied
Mittlerweile sind eigentlich alle neueren Diesel und Benziner Direkteinspritzer, als Sauger bezeichnet man alle die KEINEN Turbo haben.
Dann ist es doch ein Sauger? :) Oder habe ich einen Turbo von dem ich nichts weiß? Weitere Alternative wäre dass es noch die Bezeichnung Saug-Direkteinspritzer gibt?
Sorry falls ich nerven sollte, aber jetzt will ich es schon genau wissen. ;)
 

wertert

Mitglied
Modell
2. (seit 2017)
Dann ist es doch ein Sauger? :) Oder habe ich einen Turbo von dem ich nichts weiß? Weitere Alternative wäre dass es noch die Bezeichnung Saug-Direkteinspritzer gibt?
Sorry falls ich nerven sollte, aber jetzt will ich es schon genau wissen. ;)
"Sauger" bezieht sich auf die Luft, nicht auf den Sprit. z.B. ein "Saugdiesel" hat also keinen Turbolader sondern saugt die Luft an. Ein aufgeladener Motor (also mit Turbolader) bekommt mit hohem Druck viel mehr Luft in die Zylinder als es mit "reinem" Ansaugen möglich ist. Mit oder ohne Turbolader (=Luft) werden Spritpumpen und Einspritzdüsen eingesetzt um die Spritzufuhr optimal steuern zu können - auch beim CX5 bzw. generell bei der Skyaktiv-Technik von Mazda.

Nur mal so nebenbei: Mehr "Luft" heißt mehr Sauerstoff und mehr Druck über den Turbolader bedeutet mehr Hitze für die Verbrennung (Verdichtete Luft ist nun mal heißer als unverdichtete ...) und die Idee ist ja grundsätzlich nicht mal dumm sondern auch noch mit Physik erklärbar.
Aber: Die Menge der "Schadstoffe" (egal welche) hinten am Auspuff wird ausgedrückt bezogen auf cm3 (=Kubikmeter Abgas).
Wenn man mit einem Turbolader also mehr Luft in den Motor hineinpresst als er theoretisch selbst ansaugen könnte kommt hinten logischerweise auch mehr Luft raus und die Schadstoffe verteilen sich einfach nur auf mehr Luftvolumen. Bingo?
Deswegen haben uns viele Hersteller immer klarmachen wollen, daß man die EU-Abgaswerte (=Schadstoffmenge) nur einhalten kann wenn Turbolader eingesetzt werden. Daß die Motoren aber teilweise und theoretisch beim Spritverbrennen die gleichen Schadstoffmengen produzieren könnten wie ohne Turbo ... eben jetzt nur auf mehr Luft verteilt ... hat man verschwiegen (wohl nach der sinnfreien Formel: viel Luft rein = viel Luft raus = Schadstoffarm).

Mit der Skyaktiv-Technik haben die Mazda-Ingenieure aber bewiesen, daß es auch anders geht ... nämliche ohne Turbolader und die dafür ja nun auch notwendigen mechanischen Verschleißteile, Luftdrucksensoren, Luftmassendetektoren, Ladeluftkühler, massenhaft platzfressende Schläuche bzw. komplizierte Steuerung der Luftmenge im Verhältnis zur Spritmenge und dem Leistungsbedarf.

Woher ich das alles weiß? Wie schon am Anfang meines Berichts geschrieben:
Ich habe lange nach einem aus meiner Sicht „ordentlichen“ Zugwagen gesucht, der einen „dieselverwöhnten“ Fahrer zukünftig mit einem Benzinmotor und Automatic nicht enttäuscht. Nach gut 20 Jahren mit Turbodieseln eine Herausforderung bei dem vorhandenen Marktangebot.

... dann beschäftigt man sich intensiv mit Motortechnik.
... und dann liest man auch irgendwo die Nachteile der DSG-Getriebe im Hängerbetrieb
... und dann liest man auch, daß sinnvolle Kraftübertragung nicht unbedingt ein ATM-Getriebe mit 7-9 Stufen braucht wie viele "fachkundige
Motorjournalisten" behaupten sondern eine intelligente 6-Gang ATM wie bei Mazda sogar sinnvoller ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

wertert

Mitglied
Modell
2. (seit 2017)
Noch ein allgemeiner Hinweis:
ich krieg nix dafür wenn ich begeistert über den CX5 und die Mazdatechnik schreibe.

Wie am Anfang geschrieben: Ich habe lange nach einem aus meiner Sicht „ordentlichen“ Zugwagen gesucht, der einen „dieselverwöhnten“ Fahrer zukünftig mit einem Benzinmotor und Automatic nicht enttäuscht. Nach gut 20 Jahren mit Turbodieseln eine Herausforderung bei dem vorhandenen Marktangebot.
Ich habe endlos in Foren gelesen, Fragen gestellt, Antworten und Tipps bekommen
- Probefahrten mit nervösen DSG-Getrieben hinter mir
- Blöde Antworten von unwissenden Verkäufern erhalten wenn ich nach 1,5 to Anhängelast gefragt habe und die mir dann unbedingt einen Diesel aufschwätzen wollten weil Benziner + viel Anhängelast geht nicht
- Probefahrt mit "irgendwas hintendran" macht kein Autohaus weil nix mit AHK vorhanden
- Leihwagen zum Ausprobieren mit dem eigenen Anhänger geht auch nicht weil kein Autovermieter den CX5 mit AHK hat
- und viele Hersteller "preiswerte" Autos so bauen, daß bei 1,3 / 1,5 to Anhängelast schon absolut Schluß ist
- und viele Hersteller Autos mit viel Anhängelast bauen aber dafür in der billigsten Grundversion schon 50.000 € und mehr haben wollen
usw.

Und außerdem ...
1. beschäftigen sich alle Testberichte (auch in Motor- und Campermagazinen) ausschließlich mit Dieseln als Zugwagen
2. bin ich vor allen Dingen nach unserer Reise total begeistert von dem, was die Mazda-Ingenieure fertiggebracht haben
3. gibt es quasi in keinem Forum einen solch detaillierten Erfahrungsbericht mit dem CX5 + großem Wohnwagen auf einer solch vielseitigen Reise

Insofern ist der Bericht auch ein kleines Dankeschön an all die Foristen, die ich gelesen habe bzw. die mir auf Fragen geantwortet haben.
Den gleichen Erfahrungsbericht habe ich auch in einem großen deutschen Camperforum geschaltet.
 
Zuletzt bearbeitet:

krokofant57

Mitglied
Ein richtig toller Beitrag für alle Gespannfahrer,zu denen ich natürlich seit sehr vielen Jahren zähle .
Auf Grund schwerer Erkrankung meiner Frau, konnten wir in diesem Jahr nicht lange Strecken, wie in den Jahren zuvor, also z.B. Kroatien, oder Ungarn, jeweils immer weit über 1200 km, mit dem Wohnwagen, auch 1500 kg Gesamtgewicht , nicht fahren , da wir innerhalb Deutschland im Fall des Falles , eine schnelle Anfahrt zum Krankenhaus haben sollten .
Somit waren wir dieses mal in einer Gegend, ohne großen Steigungen unterwegs und habe immer nur den CX5, mit 194 PS , also den Skyactive , nur mit Automatik gefahren . Der Wagen fuhr sich so problemlos und scheinbar ohne größere Anstrengung mit 1,5 t hinten dran. Allerdings kam ich auf einen Durchschnittsverbrauch von ca. 12 l/100 km . Verursacht wohl auch durch relativ viele Ortsdurchfahrten mit Ampelbetrieb, wo immer wieder neu beschleunigt werden mußte aus dem Stand. Habe die " Handschaltung " bisher noch nie genutzt , Wie es bei Steigungen dann aussieht , werde ich irgend wann hoffentlich auch erfahren . Ich kann mich nur noch erinnern an eine schier endlose Steigung im Raum Wien auf der Fahrt nach Ungarn , wo damals noch der Ford Mondeo Diesel mit 320 Nm Drehmoment , bei Temperaturen um die 30 Grad , leicht ins " Schwitzen " geraten wollte . Da begann sie Wassertemperatur des Kühlers steigen , so daß ich die Klimaanlage vorübergehnd abschaltete , um den Motor nicht noch mehr zu belasten , als unbedingt nötig .
Muß erst mal nach lesen , ob man beim CX5 währen dem Automatik-Betrieb direkt auf " Hand " schalten kann und darf , oder eine Sperre dies verbietet .
Sollte sich der Gesundheitszustand meiner Frau im kommenden Jahr hoffentlich stabilisieren , steht dann eine längere Strecke , wohl über die " Kasseler Berge " an . Werde dann berichten , wie das Auto sich verhalten hat .
Vorraussetzung , die Sch-....Pandemie macht nicht noch mehr als jetzt , kaputt .
 

Finski

Plus Mitglied
@krokofant57:

Du kannst jederzeit in den manuellen Modus schalten, das handhabe ich seit Jahren so, bin selbst mit einem CX5, allerdings Diesel und einem Wohnwagen mit 1700kg unterwegs.
@All:
Wer Interesse am Verbrauch eines Diesels mit Wohnwagen im Schlepp interessiert ist, darf gerne auf das Spritmonitor Icon drücken.
Ich habe dort akribisch den Verbrauch mit und ohne Hänger dokumentiert.
Die letzten 7500km beinhalten 5900km reinen Gespannbetrieb, davon fast 4500km in Skandinavien, überwiegend in Lappland.
 
Zuletzt bearbeitet:
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