Ich fand schon seit jeher die Umweltplakette lächerlich, weil sie nachgewiesenermaßen nichts bringt.
Wirklich? Lass uns mal um die Ecke denken:
Alle
Ballungsgebiete sind Umweltzonen. Mit einer gelben Plakette darfst du in diese gar nicht mehr rein.
Jetzt konntest du dich als Einwohner einer solchen Zone entscheiden ob du dir ein Auto mit einer grünen Plakette zulegst oder aus der Zone wegziehst.
Wenn du dich für die Anschaffung eines Fahrzeuges mit grüner Plakette entschieden hast verbessert sich, zumindest rechnerisch, deine Umweltbilanz pro gefahren Kilometer, eine "Dreckschleuder" wurde aus der Umweltzone verbannt und die Geldzirkulation blieb im Gange.
Wenn du dich für wegziehen entschieden hast, aber z.B. deine Arbeitsstelle in der Umweltzone ist, wirst du mit dem ÖNV fahren müssen, du gehörst somit nicht mehr zu den Monodrivern auf den ohnehin verstopften innerstädtischen Verkehrswegen, zahlst höhere Steuern für deine Dreckschleuder und zusätzlich für die Beförderung zur Arbeit oder zum Shopping etc.
Wenn du in keiner Umweltzone lebst/arbeitest kann es dir egal sein, du zahlst einfach nur mehr Steuern und bist fertig damit (zumindest erst mal).
Das "geile" an diesem System ist, das man
verhältnismäßig einfach die Regeln ändern kann. Wenn man den Gedanken weiterdenkt kommt man auch recht schnell auf die Idee dieses System mit weiteren Technologien zu verknüpfen (z.B. Maut auf Kilometerbasis). Sooo dumm ist das System vielleicht eigentlich gar nicht.
Und so ist es auch mit den Fahrverboten. Alleine schon durch die ganzen Ausnahmeregelungen betrifft ein Fahrverbot letztendlich vielleicht gerade Mal 10%. Das ist in meinen Augen purer Aktionismus.
Vielleicht ist das auch nur der Anfang!? Wenn man unpopuläre Maßnahmen anschieben will fällt man ja nicht mit der Tür ins Haus, das macht man Schritt für Schritt. Oder?
Gruss
Claus