Dieser Mazda kann dir 250.000 Kronen sparen
So lautet die Überschrift zu einem CX-5-Testbericht, der am 17.11. in der norwegischen Zeitung
Aftenposten veröffentlicht wurde. Es ist bereits der zweite Test in dem Blatt, diesmal ging es allerdings nicht gegen die üblichen Verdächtigen, sondern die vermeintlich höherwertige Konkurrenz.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In Norwegen werden Testergebnisse meist in Form von Würfelaugen dargestellt, und der CX-5 hat die Höchstnote von sechs Augen erhalten. Der Artikel ist relativ ausführlich. Ich gebe hier mal eine kurze Zusammenfassung. Wer an weiteren Einzelheiten interessiert, kann sich gern an mich wenden.
Getestet wurde ein Sports-Line (Optimum) mit 175-PS-Diesel, AWD und Automatik auf winterlichen Straßenverhältnissen in Norwegen. Der Artikel beginnt mit einer Zusammenfassung. Gelobt werden der kräftige Motor, die gute Beschleunigung, die guten Fahreigenschaften, der viele Platz und das Verhältnis von Preis zu Ausstattung, nicht so gut gefielen den Testern die Reifengeräusche und das Design des Armaturenbretts.
Im Herbst 2014 ist der CX-5 Norwegens meistverkaufter Allradler. Etwa 75% der dortigen CX-5 sind Allradler mit Dieselmotor, 5% sind Fronttriebler, ca. 20% Benziner.
Es wird angemerkt, dass man die 25 PS und die 40 Nm mehr im Vergleich zum 150-PS-Motor deutlich merkt.
Die getestete Version kostet 460.500 NOK (= ca. 55.000 EUR, ja, Autos sind teuer in Norwegen). Obwohl in einer höheren Liga angesiedelt, wurde der Test gegen einen vergleichbar ausgestatteten BMW X3 mit 163 PS (ca. 697.000 NOK = ca. 83.000 EUR) und einen Audi Q5 mit 177 PS (ca. 704.000 NOK = ca. 84.000 EUR) durchgeführt. Diese Autos sind somit ca. 250.000 NOK = ca. 30.000 EUR teurer als der getestete CX-5 (daher die Überschrift).
Diesen Premiumpreis sollten sie eigentlich durch fortgeschrittenere Technik rechtfertigen, heißt es. Im folgenden wird dann insbesondere der automatisch zugeschaltete Vierradantrieb des CX-5 gelobt, der den Permanentantrieben der Konkurrenten nicht nachsteht und kaum merkbar einsetzt, wobei die Premium-SUVs ein kleines bisschen besser abgestimmt sind. Auch das Automatikgetriebe von Audi und BMW sind dem des CX-5 nur um Nuancen überlegen, der kräftige Motor gleicht die ein bis zwei Fahrstufen weniger wieder aus, und in der Praxis ist kaum ein Unterschied zu spüren.
Der Motor des CX-5 hat eine harmonische Kraftentwicklung und fährt mit 5,3 s im Spurt von 60 auf 100 km/h (Kickdown) dem BMW mit 5,9 s und dem Audi mit 6,1 s davon, was wohl auch an der Leichtbausweise liegt (1570 kg gegenüber 1820 bzw. 1895 kg).
Der Fahrkomfort auf winterlichen Straßenverhältnissen ist mindestens genau so geschmeidig wie bei den Konkurrenten. Das Geräuschniveau ist allerdings etwas höher. Die Platzverhältnisse können locker mithalten, aber Schmuck- und Angebefaktor (wörtlich übersetzt) sind deutlich geringer als bei der Konkurrenz. Der adaptive Abstands-Tempomat (oder wie das heißt) wird vermisst.
Als Fazit sagen die Autoren, dass sie es sich einfach machen und "Nimm den" sagen könnten. Der Wagen ist so gut, dass er sich mit den weitaus teureren Modellen messen kann. Es treten zwar einige Schwächen zu Tage, aber nicht mehr als dass dies das seit langem beste Argument sei, 250.000 NOK zu sparen.
Klingt doch gut, oder?
Ups, ist jetzt doch recht lang geworden, aber ich wollte euch den Test nicht vorenthalten.
