AT Getriebe Quietschen beim Schalten von 3 auf 4

redshark

Mitglied
Modell
2. (seit 2017)
Motor
2.5 G AWD
Hallo zusammen,

ich habe einen CX5 AWD G194 Bj.2019 EZ2020 mit 77.000 und seit einem Jahr macht er beim Schalten vom 3 in den 4 und wieder zurück ein leichtes/leises Quieck Geräusch. Das Schalten und Anfahren selbst ist ganz normal und ohne Probleme. Habe das am Anfang auf den Riemen geschoben als ob er durchrutscht, mittlerweile konnte ich das Geräusch auf das Getriebe eingrenzen. Laut meiner Recherche ist das Thema in den USA bekannt unter "chirp noise" und das seit 2023 von Mazda USA eine TSB dazu existiert.
https://static.nhtsa.gov/odi/tsbs/2023/MC-10244672-0001.pdf

Das hört sich so an:

Laut der TSB ist die Ursache der Starke Verschleiß der Wandlerüberbrückungskupplung - als Abhilfe wird der Wandler getauscht und das Getriebeöl 3 mal getauscht um die Metallpartikel rauszuspülen.

Als erste Maßnahme werde ich das Getriebeöl 2-3 mal Tauschen und dann Schauen ob das Geräusch verschwindet.

Meine Frage(n):

- Hat jemand das hier in DE auch schon gehabt bzw. fährt damit schon seit Jahren?
- Ist bei Weiterfahrt ein kompletter Getriebeschaden zu erwarten?
- Existiert in DE dazu auch eine Serviceanweisung?
- Hat jemand mehr Infos zu dem Problem?

Ich weis diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten, meine Hoffnung ist das ein Öl-Wechsel die Lebensdauer des Getriebes um 100.000km verlängert :)
 
Jap ist auch hier bekannt, hab dazu schon in einigen Chats was zu geschrieben. Mazda Deutschland will offiziell davon nichts wissen.
Deswegen ist meine Empfehlung beim G194 das Getriebeöl regelmäßig zu wechseln, die Wandlerüberbrückungskupplung ist leider bei dem Getriebe zu schwach ausgelegt.
Ich würde an deiner Stelle das Öl mehrfach wechseln und gucken ob das Problem damit behoben ist. Der metallische Abrieb im Getriebe wird schon sehr hoch sein, am besten die Ölwanne abbauen und den Filter auch mit tauschen.
Den Wandler würde ich erst wechseln wenn das Problem nach ein paar tausend Kilometern wieder kommt oder die Überbrückungskupplung bei last durchrutscht.
 
FZ Öl und Filter sind bestellt. Ich werde berichten was der Ölwechsel bewirkt hat.

Ich bin von Mazda bisschen enttäuscht:(, habe den vor 3 Jahren mit 30TKM bekommen und er hat jetzt fast jede Kinderkrankheit die man beim CX5 so kennt. Stirndeckel feucht (Ich lass es erstmal so, da keine Tropfen), Knacken irgendwo vorne in den Gelenken und jetzt noch das Wandlerthema....
 
Kurzes Update zu diesem Thema: Das Geräusch ist zu 95% weg nach dem neu Anlernen und 3 Ölwechseln. Ich kann das Geräusch nur noch provozieren, wenn ich im 4 Gang niedertourig(ca1500 RPM) fahre und dann bei Bergauffahrt etwas fester auf das Gaspedal trete, so das dieser in den 3.ten runterschaltet. Das Geräusch ist nach dem zweiten Ölwechsel, erstmalig nach ca. 150km deutlich weniger geworden, davor war es unverändert hörbar. Ich vermute das der Reibbelag sich erstmal von den Partikeln befreien musste, bevor der normale Reibzustand eintritt.

Was habe ich gemacht:
  • Erster Ölwechsel mit Ölwanne demontieren, Magnet reinigen und Filter wechseln danach ca.20 km gefahren
  • Zweiter Ölwechsel, Getriebe neu lernen und ca. 500km gefahren
  • Dritter Ölwechsel
Material:
  • Febi Öl Filter
  • 15l Febi Mazda FZ Öl
  • Dirko HT zum Abdichten der Ölwanne
 
Die Praxis zeigt also: der Weg ist richtig. Ich würde also in 2 - 3.000km einen erneuten Ölwechsel in Betracht ziehen, danach sollte erst mal Ruhe sein. Beherzige die alte Regel: 4 Jahre oder 60.000km. Ist wohl nicht so schlecht, diese alte Regel.
 
Kurzes Update zu diesem Thema: Das Geräusch ist zu 95% weg nach dem neu Anlernen und 3 Ölwechseln.

Bin leider seit 1-2 Wochen auch betroffen. KF G194 Bj 2020, 130tkm, bei 40tkm gekauft.

Da schon einige Monate vergangen sind, wollte ich mal fragen, ob bis jetzt Ruhe bei dir ist?

Mich überrascht das Problem irgendwo auch nicht, das AT ist jetzt echt kein Highlight und passt ingesamt nicht zur Qualität des restlichen Autos. Abstimmung vermutlich zu spritsparend/untertourig, teils hakelig/ruckig, auch im Zusammenspiel mit der Zylinderabschaltung evt., wirkt oft sehr sehr unsouverän im Teillastbereich.

Auch, dass laut TSB übermäßiger Metallabrieb der TCC/WÜK die Ursache ist, wundert mich gar nicht. Ich habe ja hier 2023 bei etwa 60tkm von seltsamem Verhalten mutmaßlich der WÜK berichtet, hat sich nie verändert. Solle laut fMH fahren, bis es ein Problem gibt, falls nach Garantie wäre Mazda auch kulant. Na da bin ich jetzt mal sehr gespannt.

Die WÜK sitzt laut Disassembly Videos im gemeinsamen Ölbad mit dem Rest, oder? Daher gelangt der Metallabrieb an Stellen, wo er nicht hin soll, und weils zuviel ist, reicht auch der Magnet nicht? Wundert mich nicht dass eine alle paar Minuten auf und zumachende WÜK übermäßigen Abrieb erzeugt....
 
Die Wandlerüberbrückungskupplung sitzt im Drehmomentwandler, deswegen sollte man diesen bei dem Problem erneuern wenn man vor hat das Auto noch länger zu fahren. Beim G194 besteht diese nur aus einer Scheibe mit Reibbelägen um Platz zu schaffen für große Torsionsfedern für die Zylinderabschaltung. Bei den Benzinern ohne Zylinderabschaltung hat die WÜK mehrere Lamellen und ist deutlich verschleißärmer.
 
Moin,

ich wiederhole mich ungern, aber regelmäßige Ölwechsel auch beim Getriebe und beim AWD am Hinterachsdifferential helfen, so einen Ärger zu vermeiden. Unser 2022er KF mit 130 TKM schaltete bei der Inzahlunggabe noch butterweich wie am ersten Tag. Das AT-Getriebe bekam alle 60 Tkm einen Ölwechsel, das Differential nach 80 Tkm. Regelmäßige Ölwechsel, wie es auch @Blues beschreibt, scheinen zwar auf den ersten Blick teuer, vermeiden aber später viel teuere Reparaturen.
 
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