Fahrzeugbrand
Es sind wiederholt Fälle bekannt geworden, dass Sitzheizungen zu einem Sicherheitsrisiko wurden und entweder Brandlöcher in der Sitzfläche oder den Brand eines kompletten Fahrzeugs verursacht haben.[1] Hier spiegeln sich die Schwierigkeiten in der Konstruktion einer Sitzheizung wider: Um eine gute Heizleistung bei vergleichsweise geringer Stromstärke zu gewährleisten, müssen die Heizleitungen ausreichend dünn sein und somit genug elektrischen Widerstand haben. Außerdem müssen die Leitungen nah an der Sitzoberfläche liegen, damit möglichst schnell viel von der erzeugten Wärme bei der auf ihr sitzenden Person ankommt. Die Kombination aus dünnem Kabelquerschnitt und höherer mechanischer Beanspruchung kann somit jedoch nach einiger Zeit zu einem Kabelbruch führen, was im günstigsten Fall ein Nachlassen der Heizleistung bis hin zum kompletten Ausfall zur Folge hat. Werden jedoch nicht einzeln isolierte Heizleiter oder Kontaktleisten benutzt, so kommt es durch den Bruch einzelner Adern zu einer Überlastung der verbliebenen Litzen. Diese lokale Überhitzung (hot spot) kann zu Brandlöchern und in Kombination mit brennbaren Materialien (z. B. Bezüge aus nicht flammhemmendem Material) auch zu einem offenen Feuer führen. Sobald ein „hot spot“ oder eine Leistungseinschränkung (z. B. Sitz oder Lehne werden nicht warm) bemerkt werden, sollte die Sitzheizung aus Sicherheitsgründen bis zur Instandsetzung nicht mehr eingeschaltet werden. Wenn auch ein Abschalten nicht mehr funktioniert, muss die Sicherung gezogen werden.