Die ZA kann verlässlich aus aktueller Sicht nur durch das
Provozieren von spezifischen Fehlern deaktiviert werden.
=> Fehler x (MV abstecken) wird erkannt, die ZA als Ersatzreaktion abgeschaltet.
Jeder kann das selbst ausprobieren, wurde schon im Detail beschrieben.
Das unschöne daran ist aber, dass mit dem Fehler x auch die
MIL aktiviert wird.
Wem das egal ist, wunderbar - umso einfacher!
Für mich aber gilt: einen von mir selbst provozierten Fehler brauche ich
nicht auch noch dauerhaft sehen (=> MIL an), ich möchte aber sehr wohl
informiert werden wenn ein
nicht selbst provozierter Fehler auftritt.
Natürlich kann der Fehler x auch komplett „deaktiviert“ werden, dann bleibt
der FSP leer und die MIL aus.
Leider fällt dann aber auch die Fehlerersatzreaktion „ZA Deaktivierung“
weg, es kommt zu äußerst unschönen Dreckeffekten.
Was passiert dann?
ZA wird aktiviert, beim Zylinder mit abgesteckten MV wird zwar die
Einspritzung abgeschaltet, aber er läuft als
Luftpumpe mit.
Der LMM kann so zuviel Luft sehen und lässt die beiden mittleren Zylinder
zu fett laufen, bzw. kann ohne Berücksichtigung der gemessenen Luft das
Lambda an der Sonde viel zu mager werden (obwohl Z2 und Z3 wie geplant
sauber arbeiten, Z(x) schiebt aber nur Luft durch)…
Egal wie man es betrachtet, der Motor läuft dann echt bescheiden!
Deshalb:
Fehler x muss im FSP sichtbar bleiben, aber ohne die MIL zu
aktivieren…
Funktioniert wie bereits beschrieben perfekt!
Kommt so ein Fahrzeug unvorbereitet zum Service ist das abgesteckte MV
im FSP, die Werkstatt geht auf die Suche und findet den abgezogenen Stecker
oder baut euch im Extremfall höchstmotiviert ein neues MV ein.
Also: vorbeugend VOR dem Werkstattbesuch das MV wieder anstecken und
den FSP löschen.
Nach dem Service das MV einfach wieder abstecken, fertig.
Sollte im unwahrscheinlichen Fall die MIL nach dem Abstecken kommen, wurde
von der Werkstatt ein neuer DS auf das MotorSG geflasht.
=> dann Kontaktaufnahme mit Bigi, er richtet das wieder
